Häufige Fragen rund um das Studium

Wie lange dauert ein Theologiestudium ?

Das hängt davon ab, wie viele der alten Sprachen (Griechisch, Hebräisch, Latein) noch zu erlernen sind. Die Studienordnung geht von einer Regelstudienzeit von 10 Semestern aus. Für die zu erlernenden Sprachen verlängert sich die Studienzeit um maximal zwei Semester. Statistisch gesehen beträgt die mittlere Studiendauer in Deutschland knapp 14 Semester.

Wo kann ich Theologie studieren ?

Sie erhalten einen Überblick auf der Landkarte.

Wie sind die Berufsaussichten wenn ich fertig bin ?

Informationen zu den Berufschancen nach dem Studium finden Sie hier.

Wie viele benotete Haupt- und Proseminararbeiten sind zum Examen vorzulegen ?

Gemäß § 4 Absatz 1 Ziffer 14 der Prüfungsordnung über die Erste Theologische Prüfung sind folgende Leistungsnachweise mit mindestens ausreichender Beurteilung des Dozenten vorzulegen:

Drei Hauptseminararbeiten und zwar je eine Seminararbeit aus drei der Fächer „Altes Testament“, „Neues Testament“, „Kirchengeschichte“ und „Systematische Theologie“ sowie eine Proseminararbeit aus dem vierten Fach

Ist es nötig zum Zeitpunkt der Examensanmeldung bzw. zum Zeitpunkt des Examens immatrikuliert zu sein ?

Nein.

Was ist unter dem Schein „Beschäftigung mit einer lebenden nicht-christlichen Religion“ zu verstehen?

(Prüfungsordnung § 2 Abs. 13c)

Geeignet sind Einführungen und Überblicksdarstellungen zu Gegenständen, die eindeutig eine Religion im Hinblick auf den Aspekt der Vergemeinschaftung und Institutionalisierung sind (z.B. „Einführung in den Islam“, „Islam in Deutschland“, „Geschichte des Judentums in Europa seit 1492“, „Einführung in den Buddhismus“, „Tibetischer Buddhismus“, „Taoismus“).

Geeignet sind daneben aber auch Zusammenhänge, anhand derer sich das christlich-europäische Konzept von Religionen sinnvoll problematisieren lässt (z.B. „Hinduismus“, „Esoterik“), sowie Gruppen von miteinander verwandten oder historisch miteinander verflochtenen Religionen, die für eine religionswissenschaftliche Beschreibung einen sinnvollen Gesamtzusammenhang bilden (z.B. „Chinesische Religionen“, „Afrikanische Religionen“, „Afro-brasilianische Kulte“, „Indische Guru-Bewegungen im Westen“).

Die Studierenden sollen lernen, wie sich religiöse Überzeugungen und Praktiken, die nicht die eigenen sind, mit Methoden der Religionswissenschaft so beschreiben lassen, dass die Beschreibung sowohl dem Selbstverständnis der Anhänger der betreffenden Religion als auch den Anforderungen kritischer wissenschaftlicher Analyse gerecht wird. Sie sollen darüber hinaus in der Lage sein, sich andere religiöse Zusammenhänge im Selbststudium so zu erschließen, dass sie dabei religionswissenschaftlich verantwortete von polemisch verzeichnender Literatur unterscheiden können.

Die in den Prüfungsordnungen enthaltende Formulierung „eine lebende nicht-christliche Religion“ ist nicht zu eng zu fassen, da es zum Lernziel einer Beschäftigung mit nicht-christlichen Religionen gehört, die Anwendbarkeit des christlich-europäisch geprägten Verständnisses davon, was „eine Religion“ ist, kritisch zu hinterfragen.

Wann ist die Erste Theologische Prüfung nicht bestanden?

(§ 16 Absatz 5 der Prüfungsordnung)

a) wenn die Ermittlung der Durchschnittspunktzahl (aus Wissenschaftlicher Hausarbeit, Philosophicum, Klausuren und mündlichen Prüfungen) weniger als 4,00 Punkte ergibt,
oder
b) wenn in zwei oder mehr Disziplinen das Durchschnittsergebnis aus Klausur und dazugehöriger mündlicher Prüfung schlechter als ausreichend (4,00 Punkte) ist,
oder
c) wenn die wissenschaftliche Hausarbeit nicht mit mindestens 4 Punkten bewertet worden ist. Die Wissenschaftliche Hausarbeit kann bei einer Bewertung, die schlechter als „ausreichend (4 Punkte)“ ist, einmal wiederholt werden.

Freier Prüfungsversuch?

(§ 19a der Prüfungsordnung)

Die erste Theologische Prüfung muss innerhalb der Regelstudienzeit abgelegt werden. Nur dann zählt der Prüfungsversuch als sogenannter „freier Prüfungsversuch“. Wird die Prüfung erstmals nicht bestanden, so gilt sie als nicht unternommen. Ein zweiter freier Prüfungsversuch ist ausgeschlossen.

Wann kann ich in meine Prüfungsakte einsehen?

(§ 23 der Prüfungsordnung)

Innerhalb eines Zeitraums von drei Monaten nach Abschluss des Prüfungsverfahrens ist eine persönliche Akteneinsicht möglich. Hierfür melden Sie sich bitte im Prüfungsamt und vereinbaren einen Termin.